Urlaub im Reka-Feriendorf Urnäsch

Das neue Jahr hat begonnen und der eine oder andere startet mit der Urlaubsplanung. Hier kommt meine Urlaubsempfehlung für 2017: Urnäsch in der Schweiz!

Der Berg ruft – der Sommerurlaub im vergangenen Jahr ging mal wieder ins Appenzeller Land. Auf Wunsch der beiden Löwenmädchen sind  wir das dritte Mal ins Reka-Feriendorf in Urnäsch (Schweiz) gefahren. Auch wenn die Fahrt von uns dorthin mit 8-9 Stunden schon recht ordentlich ist. Aber die Kinder waren voller Vorfreude und haben die Fahrzeit mit Hörspielen und Videos tapfer ertragen.

Das Reka-Feriendorf  liegt in dem kleinen, beschaulichen Ort Urnäsch. Mich erinnert der Ort immer an die Modelleisenbahnanlage meines Vaters, mit traditionellen Appenzeller Häusern, einem Fluss, einem kleinen Bahnhof mit Postbus-Station und der Bahnstrecke, die in einem großen Bogen um des Feriendorf herumführt.

In ca. 30 Minuten erreicht man von Urnäsch den Bodensee, in unmittelbarer Nähe sind Appenzell, St. Gallen, Winterthur und das Toggenburg. Urnäsch ist ein sehr familienfreundlicher Ort und es gibt zahlreiche kindertaugliche Wanderwege (z.B. Lillyweg). Mögliche Ausflugsziele stelle ich in Kürze vor.

Das Feriendorf liegt im Tal, direkt am örtlichen Bahnhof und besteht aus vier Gebäudeteilen. Die Ferienwohnungen befinden sich in drei L-förmigen, doppelstöckigen Gebäuden. Entweder wohnt man im Haus Flöckli, Haus Bläss oder im Haus Tigerli. Es gibt Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern, die entweder eine Terrasse oder einen Balkon haben. Zu jeder Wohnung gehört übrigens auch ein reservierter Parkplatz. Zwischen den drei Gebäuden befinden sich verschiedene Spielgeräte, ein großer Sandspielplatz und ein toller Wasserspielplatz mit Pumpe. Und auf den Rasenflächen ist genug Platz für Ballspiele, Fangen, Badminton oder auch für die Picknickdecke oder den Liegestuhl.

In dem vierten Gebäude, das sich längs zum Berg befindet, sind die Gemeinschaftsräume: ein großer Gemeinschaftsraum mit Spielecke, in dem einmal wöchentlich Appenzeller Familienabende oder Kinderkochen ohne Eltern stattfinden. Darunter befinden sich die Rezeption, die Waschmaschinen und ein großer Spieleschrank. Außerdem befindet sich hier das heißgeliebte Schwimmbad der Löwenmädchen mit einem Schwimmerbecken, einem Planschbecken mit kleiner Rutsche und einer Sauna. Für beide Becken sind Spielsachen, wie zum Beispiel Gieskannen und Boote im Planschbecken und Ringe und Poolnudeln im großen Becken vorhanden.

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Schwimmbad

Über dem Schwimmbad befindet sich ein großes Spielzimmer sowie eine kleine Bibliothek und ein Kickertisch. Weiter den Hang hoch ist das Highlight der Kids – der Stall mit Heuboden und den Ponys Heidi und Max, sowie den den drei großem „Rössern“, den Ziegen, Hühnern, Hasen und Meerschweinchen. Beinahe täglich können hier die Tiere morgens und abends gefüttert, gestreichelt und geputzt werden. Und vielleicht hat man auch das Glück und bekommt ein frisches Ei geschenkt. An den Stall schließen sich die Weiden der  Ziegen und Ponys sowie das Außengehege der Meerschweinchen und Hasen an.

 

Auf der anderen Straßenseite, die man über einen Tunnel unter der Straße erreicht, gibt es Grillplätze am Fluss sowie ein Fussballfeld. An der Rezeption stehen noch ein Trampolin und ein weiterer Raum mit Airhockey- und Billiardtisch und einem großen Viergewinnt zur allgemeinen Verfügung.

Nach der nun doch recht ausführlichen Beschreibung sind wir endlich angekommen. Aber kaum waren wir ausgestiegen sind die Löwenmädels direkt zu ihrer Heidi und ihrem Max gerannt und der Löwenpapa und ich konnten einchecken und das Auto entladen.

Wir haben für unseren 14tägigen Aufenthalt die gleiche 3,5 Zimmer-Wohnung wie vor zwei Jahren gebucht und wohnten im Haus Flöckli in der ersten Etage mit Blick auf den Wasserspielplatz. Neu war direkt vor unserem Balkon die Seilbahn, die von unseren Mädels auch direkt ausprobiert wurde.

Kurz zur Wohnung – wir hatten noch nie voher eine kompletter ausgestattete Ferienwohnung, wie die hier im Reka-Feriendorf. In der Küche sind neben Geschirrtüchern, Spüllappen selbst Spülmittel und Tabs für den Geschirrspüler vorhanden, vom vollausgestatteten Backofen, dem Kaffeeautomaten (die Kapseln muss man sich mitbringen oder kann sie vor Ort kaufen) und dem Fondueset ganz zu schweigen. Die Terrassen und Balkone haben einen Esstisch mit Stühlen sowie zwei Liegestühle und einen Wäscheständer ( Wäscheklammern sind vorhanden). In dem Kinderzimmer gibt es einen Rausfallschutz fürs Bett, weitere können kostenfrei bestellt werden.In jeder Wohnung sind Bad und WC getrennt. Im Bad gibt es einen Tritt für die Kids und ein Töpfchen, wer es noch braucht. Jede Wohnung hat im Elterschlafzimmer ein Babybett stehen und eine Wickelunterlage im Schrank. Wer es noch benötigt, kann sich eine Kinderkarre und eine Rückentrage kostenfrei bestellen. Das Einzige was wir immer selbst mitgebracht haben, waren Dusch- und Handtücher, aber selbst die könnte man gegen Gebühr erhalten. Besen und Staubsauger sind ebenfalls vorhanden, aber  auch eine Zwischenreinigung ist buchbar.

Jede Woche gibt es ein interessantes Programm, für das man sich anmelden kann: Ponyreiten, Kutschfahrten, Bastel- und Spielnachmittage, Säulirennen, melken, Besuch beim Senn, im Spätsommer Apfel mosten, Wasserfitness und vieles mehr.

Das besondere an diesem REKA-Feriendorf ist die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirtschaftsbetrieben. Aber wir haben auch zahlreiche andere Aktivitäten unternommen, z. B. waren wir mit den Mädel das erste Mal richtig wandern und haben Ausflüge gemacht. Täglich haben wir das Schwimmbad besucht und die Kinder sind fleißig geschwommen und getaucht.

Unsere beiden Damen haben auf jeden Fall schon den nächsten Urlaub in Urnäsch geplant. Mal sehen, wie es ihnen dann gefällt. Das Einzige, was den beiden immer schwer fällt, ist die Schweizer Mundart (‘grüzi miteinand‘, Mama, warum sagen die hier immer ‚glitzer miteinand‘?), aber damit kann man leben.

Übrigens bin ich vor zwei Jahren mit den beiden Löwenmädchen mit dem Zug nach Urnäsch gefahren, während der Löwenpapa zeitgleich mit dem Auto in die Schweiz gefahren ist. Das war auch ein tolles Erlebnis und Papa war schneller und konnte uns am Bahnhof in Empfang nehmen!

Desweiteren kann man in Urnäsch und Umgebung auch Skiferien machen.

Für ausführliche Infos zu Urnäsch und weiteren Reka-Feriendörfern folgt den Links.

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Urlaub in Büsum

Oh je, was hatte ich mir dabei gedacht – Urlaub in Büsum buchen. Da waren meine Großeltern auch sehr oft und vermutlich wimmelt es dort nur so von alten Menschen.
Tja, wir sollten eines Besseren belehrt werden, schließlich waren wir noch nicht dort, aber je mehr Leuten ich erzählte, dass wir nach Büsum in den Urlaub fahren, um so mehr haben mir erzählt wie toll es dort für Familien und kleinere Kinder ist.

Und wir können uns nur anschließen – die Löwenmädchen fragen jetzt schon, wann wir wieder nach Büsum fahren.

Da wir zum letzten Mal nicht auf die Sommerferien angewiesen waren, konnten wir uns im Juni in der Ferienanlage vom Erholungswerk Post Postbank Telekom e.V. einmieten. Wir hatten eine Vier-Raum-Wohnung mit ca. 70 qm und Balkon, die top modern und recht neu renoviert war. Wir haben uns sofort wohl gefühlt, allerdings bezogen die Löwenmädchen gemeinsam ein Zimmer, weshalb ein Schlafzimmer nicht genutzt wurde.

Von unserem Balkon haben wir auf die große Spielwiese und den Spielplatz mit Matschanlage geschaut, was sehr praktisch war, denn so konnten die beiden Löwenmädchen auch mal alleine raus gehen.

Zu der Wohnung gehört auch ein Parkplatz, was insbesondere an den Wochenenden in Büsum von Vorteil war. Zudem gibt es auch eine  Fahrradschuppen, in dem wir auch unsere Leihräder stellen konnten.
Weiterhin gibt es einen Billard- und Tischtennisraum, ein Spielzimmer, aber auch Waschmaschinen und Trockner.

Die Ferienanlage befindet sich in einem Mischgebiet aus Ferienwohnungen und Wohnhäusern in fußläufiger Entfernung zur Familienlagune Perlebucht (wir sind ca. 10 Minuten gelaufen). DSC02427Für laufunwillige Kinder oder auch das etwas umfangreichere Strandgepäck kann man sich in der Ferienanlage Bollerwagen ausleihen. Ansonsten fährt in der Seitenstraße der Büsumer Krabben-Express ab, der einen in den Ortskern oder auch zum Strand bringt.

Mit dem Wetter haben wir echt Glück gehabt und konnten viel draußen erkunden, denn Regen hatten wir in den 14 Tagen nur zweimal. Aber dann richtig als Platzregen, so dass wir waren bis auf die Socken.

Bereits am dritten Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und es war kein Problem ein 16“-Rad für das kleine Löwenmädchen zu bekommen. Denn das praktische an Büsum ist, von Laufrädern bis Rollatoren und elektrischen Rollstühlen kann man dort alles ausleihen. Zudem ist auch alles barrierefrei erreichbar. Der Deich ist über Rampen zwar nicht mit dem Fahrrad, aber mit dem Bollerwagen befahrbar und in regelmäßigen Abständen gibt es kostenfreie Toiletten, was bei einer Vierjährigen von Vorteil ist :-).

Mit unseren Fahrrädern sind wir alle tapfer gegen den Wind angestrampelt, haben Wiesen- und Deichwege erkundet, auf Bänken pausiert, auf vielen Spielplätzen getobt und hin und wieder unsere Füße in die Nordsee gehalten. Allerdings wollten sich die Schafe sehr zum Leidwesen des kleinen Löwenmädchens nicht streicheln lassen.

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Eines unserer beliebtesten Ausflugsziele war das Piratenmeer – ein Spaßbad mit Wellenbad, Rutsche und Außenbecken direkt am Strand von Büsum. Und das beste ist, die Eintrittskarte ist bereits im Übernachtungspreis der Ferienwohnung inkludiert. Somit waren wir fast jeden Tag dort und haben gerutscht und geplanscht. Besonders angenehm waren die Becken, in denen Salzwasser war, denn die waren auch immer die wärmsten. Allerdings brauchten die Löwenmädchen dort immer ihre Taucherbrillen.

Ein weiterer Ausflug führte uns am Fischereihafen und Blanken Hans vorbei (die Sturmflutwelt haben wir uns nicht angeguckt, da unser kleines Löwenkind dafür noch zu jung ist) zur Schäferei Rolfs in Deichhausen. Dort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und die Kinder konnten in der Spielscheune klettern, toben und den kleinen Hasen zusehen.DSC02374

Was uns zudem noch begeistert hat, waren die vielen Spielplätze entlang des Deichs, auf denen die Löwenmädchen unterschiedlichste Spielgeräte ausprobieren konnten. Große Begeisterung fand die Doppelrutsche auf dem Rückweg von der Schäferei, wobei es die beiden nicht geschafft haben gleichzeitig unten anzukommen.

Abgesehen von diesen Ausflügen waren wir an zwei sehr heißen Tage ganztägig am Stand und haben das niedrige Wasser, die Spielmöglichkeiten der Familienlagune sowie die Sonne im Strandkorb genossen.
Dazu muss man sagen, dass Büsum keinen Strand hat, die Strandkörbe stehen in der Regel auf dem Deich und um es für Familien attraktiver zu gestalten, wurde die Familienlagune mit Sandstrand und einem Bereich geschaffen, der unabhängig von Ebbe und Flut ist. Hier gibt es einen Flachwasserzugang und Spielplätze, aber auch einen Kiosk, eine Erste-Hilfe-Station (DLRG) eine Wassersportschule, Toiletten, einen Standkorbverleih und Grillplätze.

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Familienlagune Perlebucht

Die Kinder haben auf jeden Fall fleißig gematscht, Popoklatscher ins flache Wasser gemacht und das große Löwenkind hat mit dem Löwenpapa einige kurze Schwimmversuche unternommen (bis zur Badeinsel hat sie sich dann doch nicht getraut). Zudem waren an den beiden Tagen zahlreiche Familien in der Lagune, so dass es den Löwenmädchen nicht schwer viel, Spielkamaraden zu finden.

Im Watt waren wir natürlich auch, allerdings sind wir in Sichtweite zum Deich geblieben und haben mit den Löwenkindern Muscheln gesammelt, Wattwurmhaufen beobachtet und sind an Quallen vorbei gehopst. Das hat den Löwenmädchen ausgereicht, vielleicht würden wir beim nächsten Mal auch ein offizielle Wattwanderung mitmachen, damit die Kinder und wir noch mehr entdecken können.

Die verbleibenden Tage haben wir Ausflüge mit dem Auto nach St. Peter-Ording, Friedrichskoog, Friedrichstadt, Tönning und Helgoland gemacht.

Ausführliche Informationen zu einem Urlaub in Büsum, ob mit oder ohne Kindern, erhält man auf der Seite www.buesum.de, wo man sich auch die Büsum-App für unterwegs herunterladen kann. Die App finden wir sehr gelungen und hilfreich.