Detektivparty zum 8. Geburtstag: Übernachtungsgäste und Lupenkuchen

Das große Löwenmädchen ist schon 8 (in Worten „acht“) Jahre alt geworden. Wo ist nur die Zeit geblieben?

Auch zu diesem Geburtstag wurde wieder ein Wunschmotto ausgegeben, aber ich muss sagen, dass ich anfangs mit dem Thema „Detektive“ bzw. „Drei Fragezeichen“ nicht wirklich glücklich war. Da die Löwenmädchen aber zur Zeit total auf „Drei Fragezeichen“ und „Fünf Freunden“ stehen,  funktionierte das Umstimmen überhaupt nicht.
Zudem war die Datumsfindung für den Kindergeburtstag etwas schwierig, da auch zwei Freundinnen vom Löwenmädchen in der gleichen Woche Geburtstag hatten. Zum Glück feierte die eine am Freitag, die nächste am Samstagvormittag im Schwimmbad, so dass wir die Damen (ja, das erste Mal hatten wir eine reine Mädelsparty) dann abends um 17.30 Uhr einladen könnten. Das Löwenmädchen hatte zwar erst am Sonntag Geburtstag, aber da wir am Sonntag auch noch die Familie nachmittags einladen wollten, haben wir uns für eine Übernachtungsparty entschieden.

Los gingen die Planungen, bei denen mich der Löwenpapa und das WWW mit Ideen ordentlich unterstützt haben.

Die Einladung habe ich am PC geschrieben, aber habe dafür eine „Schreibmaschinen- Schrift“ gewählt. Die Einladungen wurden auf weißem Papier ausgedruckt und anschließend mit schwarzem Tee „antikisiert“, um danach noch auf Tonkarton geklebt und mit Handabdrücke gestempelt zu werden. In der Zwischenzeit bereitete der Löwenpapa die „streng geheimen“ Briefumschläge vor.

Das Löwenmädchen durfte 8 Kinder einladen und die Wahl fiel dieses Jahr auf eine reine Mädelsrunde. In der Einladung wurde um unauffälliges Erscheinen gebeten, was aber bei den Mengen an Übernachtungsgepäck schwierig war.

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Gepäck von acht Kindern für eine Nacht

Wir haben einen Detektiveinsatz geplant, bei dem die 10 Mädels ihre detektivischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Die Rallye fand bei uns abends im Dunkeln statt, was die Aufgaben zum Teil erschwerte. Für die Detektiv-Rallye haben wir mit Rätseln und Fotos gearbeitet. Ich hatte ja zunächst Bedenken, ob achtjährige Mädchen dafür schon zu „alt“ sind, aber die Rallye kam bei allen gut an. Auch die beiden Mädels, die noch nicht bzw. noch noch nicht gut lesen konnten, haben fleißig unterstützt.

Als erstes haben wir den angehenden Detektivinnen einen Zeitungsartikel vorgelesen, der von einem Einbruch in ein Museum berichtet. Dabei ist eine seltene Edelsteinsammlung gestohlen worden. Da unsere Kids gebranntmarkt sind, war der Einbrecher bereits geschnappt, aber die Beute blieb verschwunden. Der Täter hatte jedoch am Tatort einen Hinweis verloren.
Bei der ersten Aufgabe mussten die Begriffe gesucht werden, die nicht zu den anderen dreien passten. Die Anfangsbuchstaben der nicht passenden Worter ergaben den nächsten Fundort.
Dort hatten wir ein Foto von einer Bank versteckt, die an einem Weg bei uns in der Nachbarschaft steht. Wir haben das Bild jedoch ein wenig entfremdet, so dass die Mädels genau gucken mussten.
An der nächsten Station haben wir ein Rätsel versteckt, das auf den Maibaum verwies, der aktuell in Winterruhe bei unserem Dorftischler unterm Dach hängt.
Am Maibaum hing der nächste Hinweis, der aus einer Luftaufnahme des Spielplatzes mit Tischtennisplatte und Basketballfeld bestand. Hier wurde etwas länger gegrübelt, da die Tischtennisplatte zunächst für eine Tür gehalten wurde.
Unter der Platte war der nächste Hinweis versteckt, der aus einem Foto eines Bauernhofschildes bestand.
Hier fanden die Mädels einen Tipp, der anhand der Cäsarscheibe dekodiert werden musste. Die nächste Aufgabe waren mehrere Rechnungen, deren Ergebnisse jeweils einem Buchstaben zusortiert waren und somit das nächste Ziel bekannt gaben. Hier hatten wir zusätzlich noch Fußspuren ausgelegt, die die Kinder sichern sollten.
Der nächste Hinweis war so klein, dass er nur mit Lupe lesbar war. Die Mädchen haben sich jedoch zunächst über die scheinbar leere Karte gewundert.
Den nächsten Fundort hatten wir rückwärts geschrieben, wo uns ein Mädchen mit ihrer Schnelligkeit überraschte.
Die letzte Aufgabe war ein Bilderrätsel, was die Kinder zurück auf unsere Straße führte, wo in einem Baum das Diebesgut (Plastikdiamanten, für jeden eine süße Stärkung und Wunderkerzen) versteckt war. Die Wunderkerzen wurden sogleich gemeinsam mit dem Löwenpapa abgebrannt.
Wir hatten insgesamt 10 Aufgaben, so dass theoretisch jedes Kind eine Aufgabe vorlesen und anschließend mit den anderen lösen konnte.

In der Zwischenzeit hatte ich für die Detektive das Abendessen vorbereitet: da Detektive häufig unterwegs essen müssen, gab es Fingerfood: Minipizzen, Chicken Nuggets und Kartoffelgesichter, Obstspieße und Gemüsesticks. Ich muss sagen, dass ich noch nie so ein entspanntes Geburtstagsabendessen erlebt habe. Der Löwenpapa und ich hatten mit reichlich Resten gerechnet, aber die Mädels haben alles in Ruhe aufgegessen, denn es gab ja keinen Abholstress.

Nach dem Abendessen haben die Kinder noch eine Weile gespielt und dann haben wir das Wohnzimmerkino mit den „Fünf Freunden“ eröffnet. Es gab Fußspuren (Joggergums und Cola-Tatzen), Chips und natürlich Popcorn zum Knabbern.

Als der wirklich spannende Film zuende war, wurden im Wohnzimmer die Matratzen verteilt, die Schlafsäcke ausgerollt und nachdem alle Zähne geputzt und Schlafsachen anhatten, kuschelten sich die angehenden Detektivinnen müde in ihre Betten. Leider hatten wir nachts einen Ausfall zu beklagen, ein Mädchen musste von ihrem Papa abgeholt werden, aber die anderen Kinder haben das erst morgens gemerkt.

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit – nach einer kurzen Nacht und einem ausführlichen gemeinsamen Frühstück mit Fußspuren-Muffins, Brötchen, Obst und Kakao wurden endlich die Geschenke ausgepackt.
Ich hatte mir im Vorfeld Beschreibungen überlegt, die auf mehrere Mädchen passten, aber auch welche die nur auf bestimmte Personen bezogen waren. Zum Beispiel erste Beschreibung“Sie hat einen großen Bruder.“ Es stellen sich drei Mädchen hin. Zweite Beschreibung „Sie ist bei der Kinderfeuerwehr.“ Es bleibt nur ein Mädchen stehen, dass dann ihr Geschenk überreichen durfte usw.

Ich hatte auch noch eine Verkleidungkiste vorbereitet mit diversen Sonnenbrillen, selbstklebenden Schnurrbärten, diversen Hüten und Mützen, Sakkos und Krawatten. Die Kinder hätten sich damit für die „unauffällige“ Beschattung verkleiden können, aber die Geschenke waren spannender und mussten bespielt werden und ich finde, man muss die Kinder nicht zu etwas überreden, wenn sie sich so schön miteinander beschäftigen.

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Verkleidungskiste für die unauffällige Beschattung

Um 10.30 Uhr wurden die Mädchen alle abgeholt und ein wirklich toller Kindergeburtstag ging zu Ende. Ich habe Mitgebseltütchen beklebt und mit Detektivutensilien (Lupe, Notizbuch, ebenfalls beklebt, Stift mit Geheimtinte, kleine Post-its und Süßigkeiten) befüllt, die das große Löwenmädchen zum Abschied überreicht hat.

Nachdem alle weg waren, wurde schnell aufgeräumt und neu eingedeckt, da nachmittags die Familie zum Feiern kam. Hierfür hatte ich zwei Kuchen gebacken (Orangen-Schokokuchen in der Springform und einen normalen Rührteig auf einem kleinen Blech), aus denen ich dann einen „Lupenkuchen“ gebastelt habe. Zudem gab es die restlichen Fußspuren-Muffins.

Ach so, Deko hatte ich auch wieder passend zum Thema. Allerdings habe ich die selbst gemacht, da Kaufdeko entweder für jüngere Kinder war oder so blutig, dass es eher zu einer Halloweenparty passt. Ich habe mich auf die Farben rot, weiß und schwarz begrenzt. Da ich (noch) keinen Plotter habe, habe ich die diversen Fußabdrücke per Hand aufgemalt und ausgeschnitten. Einige habe ich als Girlanden aufgefächert, andere aufgeklebt. Zusammen mit roten und weißen Luftballons sah es sehr schick aus. Auf dem Tisch lag ein roter Läufer auf dem ich verschiedene Utensilien verteilt habe: Sherlock Holmes Hut und Pfeife, Handschellen, Lupen und natürlich Fußspuren.

Das Löwenmädchen war sehr zufrieden mit dem gesamten Geburtstag und ich war auch sehr stolz, dass wir das Motto so gut umgesetzt haben und alle Kinder Spaß hatten.

 

 

 

 

 

 

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Das wird die Monsterparty…

 

Es war mal wieder Geburtstagszeit – das kleine Löwenmädchen wurde 5! Vor einem Jahr waren wir noch auf dem Stand, dass sie einen Schmetterlingsgeburtstag feiern wollte, aber zwischenzeitlich war der Wunsch nach einer Monsterparty (aber keine Olchis) geäußert worden. Tja, also meiner Meinung nach musste es sich von Halloween abheben und deutlich bunter werden, weshalb ich mich mal durch WorldWideWeb bewegt habe und nach Inspirationen gesucht habe. In diesem Fall wird man hauptsächlich auf amerikanischen Seiten fündig,

Ich habe mich für selbstgebastelte Monstereinladungen entschieden, die ich bei Sarah von http://www.roteratte.de gefunden habe (vielen Dank für diese tolle Vorlage, liebe Sarah!). Die Karten kamen bei allen acht Gästen sehr gut an, aber auch die Erzieherinnen im Kindergarten waren begeistert.

Nachdem die Einladungen gebastelt waren, hat sich das gesamte Löwenrudel um die Spiele und Deko gekümmert.

Bereits im Februar habe ich mich auf der Bildungsmesse Didacta herumgetrieben und nach Monstern Ausschau gehalten. Hier habe ich bei Trend Creativ vier Monster-Bastelsets  aus Holz, eine Moosgummi-Girlande zum Basteln und Monster-Radiergummis gefunden. Die Radiergummis habe ich für die Mitgebseltüten und die Holz-Monster zur Deko bestellt. Diese vorgezeichneten Monster habe ich mit Aquarellfarbe bemalt und dann nur zusammengesteckt.

Für die Tischdeko habe ich zwei pinkfarbende Kerzen mit Monstergesichtern versehen, in eine Schale mit Monsterschleimgestellt.
Aus Papierponpons habe ich Monster zum Aufhängen gebastelt. Zwei weitere Monster habe ich aus Microfaser-Hamdschuhen gebastelt, in die ich zum Stabilisieren PET-Flaschen gesteckt habe.

Gemeinsam mit den beiden Löwenmädchen habe ich Lichtfängermonster, bunte Monster aus Tonpapier sowie bunte Hexentreppen gebastelt.

Für das Lichtfängermonster haben die beiden Mädels auf selbstklebende Folie mit Tonkarton eine individuelle Monsterform geklebt und diese dann mit Transparentpapierfetzen gefüllt. Abschließend wurde noch eine Folie obendrauf geklebt, das Monster ausgeschnitten und mit Wackelaugen unterschiedlichster Größe und Anzahl beklebt (die Augen wurden mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt).

Die Hexentreppen habe ich mit den Löwenmädchen mit neonfarbenen Krepppapier gefaltet.

Ich habe zudem zwei bunte Monstergirlanden gebastelt, da es diese wieder nur im Halloween-Look oder in der unbezahlbaren Variante gab. Hierfür habe ich eine beliebig lange Paketschnur gewählt, aus buntem DIN A4-Papier Vierecke ausgeschnitten, diese diagonal gefaltet, eine beliebige Anzahl von Augen aufgeklebt und diese dann an die Schnur geklebt – fertig!
Weitere Deko waren die diversen Monsterkissen und -kuscheltiere.

Jetzt zu den Spielen: Da wir den Kindergeburtstag vormittags gefeiert haben, haben wir mit Monsterpiksen angefangen: Ich hatte in bunte Luftballons Zettel mit den Namen der Gäste gesteckt. Das Kind, das als letztes angekommen ist, durfte sich als erstes ein Luftballon-Monster aussuchen und es mit einer Nadel piksen. Das Kind, dessen Name darin war, durfte dem Geburtstagskind das Geschenk überreichen. Nachdem alle Geschenke ausgepackt waren, haben wir Monsterwettessen mit Schokoküssen gemacht. Allerdings mochten nicht alle Kinder Schokoküsse, aber es gab noch Obst und einige andere Knabbersachen (kurzer Hinweis, wir haben ab 10.30 Uhr gefeiert und es gab dann auch noch Nudeln mit Soße zum Mittagessen).

Nach dem Monster-Snack wollte ich die Löwenjagd mit Krepppapier-Schwänzen, die sich schon beim Dschungelgeburtstag bewährt hatte, umfunktionieren zur Monsterjagd. Allerdings waren die Kinder bei der Feier nicht so begeistert und wollten lieber frei spielen. Ebenfalls ausgefallen sind „Monster-Klopfen“, sprich Topfschlagen und „Monsteraugen kleben“ (genau wie Topfschlagen mit verbundenen Augen). Für Monster-Klopfen hatte ich einen Kochtopf mit einem Monstergesicht beklebt und für Monsteraugen kleben hatte ich ein großes Monster aus Pappe  sowie 12 Monsteraugen mit doppelseitigem Klebeband vorbereitet. Aber die Kinder haben so toll miteinander gespielt, so dass ich die Spiele auch nicht durchsetzen wollte. Wir haben die Monsteraugen zu einem späteren Zeitpunkt mit Freundinnen geklebt.

Der Löwenpapa war auf seiner Reise durchs WWW auf den amerikanischen Geburtstagsseiten immer wieder auf Monster gestoßen, die mit Bohnensäckchen beworfen werden sollten. Da wir den Mai-Geburtstag mit gutem Wetter geplant haben, wuchs die Idee mit Wasserbomben auf ein Monster zu werfen. Also sägte der Löwenpapa aus einer großen Holzplatte, die wir noch auf dem Dachboden hatten, ein ca. 1,40 m großes Monster mit Reißzähnen aus, bemalte es in einem knalligen Orange, das große Löwenmädchen durfte noch die riesigen Kulleraugen darauf malen. Anschließend wurde es noch vom Papa lackiert.
Zuerst haben wir das Monster aber noch als Bilderrahmen für die Gäste und das Geburtstagskind genutzt, indem sie todesmutig ihre Köpfe durch die Reißzähne streckten. Anschließend haben die Kids das Monster mit Begeisterung und ca. 50 Wasserbomben beworfen. Da machte es auch nichts aus, dass es zwischenzeitlich ein wenig anfing zu regnen.

Da es nicht wirklich viel an „sinnvollen“ Monster-Mitgebseln gab, habe ich hier auch wieder im WWW gesucht und bin ebenfalls bei Sarah von http://www.roteratte.de fündig geworden. Hier gibt es eine niedliche Bastelanleitung mit Vorlage für eine Banderole für Dosenmonster. Hierfür haben wir zahlreiche Dosen gesammelt, diese mit Zeitungspapier und einer Frühstückstüte ausgestopft und dort obendrauf haben wir Watte gelegt.
Die Kinder haben die Vorlagen sehr individuell angemalt (sicherlich kann man auch mit Glitzer und Stickern arbeiten, aber unsere Kids waren so schon ein Weilchen beschäftigt). Der Löwenpapa hat die Banderolen ausgeschnitten und auf die Dosen geklebt. Ich habe die fertigen Dosen dann noch mit Kressesamen für die Haare versehen und natürlich auch das erste „Gießen“ übernommern. Diese Kressemonster sind dann in die Mitgebseltütel gewandert und auch bei den Eltern sehr gut angekommen.

Weitere Mitgebsel in den kunterbunten Monster-Tüte (Fotos folgen) waren Bleistifte, die oben beschriebenen Monster-Radiergummis und natürlich auch einige Süßigkeiten. Die verschiedenfarbigen Papiertüten habe ich mit Monsteraugen und Mündern aus Tonpapier versehen.

Für den Nachmittag war dann Familiengeburtstag angesagt. Hierfür habe ich mit einer Halbkugel einen Monsterkuchen aus Schokolade und Marzipanverzierung gebacken. Leider wollte das Marzipan aber an dem Tag nicht so wie ich, aber geschmeckt hat er trotzdem.

Ach so, eine witzige Monsterverkleidung habe ich bei einem großen schwedischen Möbelhaus gefunden. Die Löwenmädchen sind voll drauf abgefahren, obwohl es eigentlich Ameisenfühler sind.