Gruselparty zu Halloween

Seit dem Kürbisfest im September auf dem Bauernhof im Nachbardorf freute ich mich jetzt schon auf Halloween und steckte mit meiner Vorfreude auch die beiden Löwenmädchen an, die wieder eine Halloween-Party mit ihren Freunden machen wollten. Also wurden Einladungskarten gestaltet und bestellt und jedes Löwenmädchen durfte sechs Kinder einladen, sprich wir hatten insgesamt 14 Kinder im Alter von vier bis sechs.

Bereits die Wochen vorher wurden genutzt, um neue Hexenkostüme zu erwerben und Deko zu kaufen bzw. zu basteln, zum Teil mit der Unterstützung der beiden Mädchen, aber auch alleine. Zunächst wurden Kastanien, Eicheln und viele kleine Zierkürbisse vor der Haustür platziert.

Hexenfiguren, schwarze Kerzen und orange Dekosteine sorgen für gruselige Beleuchtung auf dem Tisch. Kleine Kürbisse wurden mit Fingerfarbe angemalt und lackiert und fanden außen in der Fensterbank Platz. Ebenso die kleinen Kürbisse, denen ich eine Mundöffnung schnitzte und ein Vampirgebiss einsetzte. Dicke schwarze Stecknadeln wurden die Augen. Ein großer Schnitzkürbis darf natürlich nicht fehlen, der ebenfalls außen auf dem Fensterbrett seinen Platz fand und von innen beleuchtet wurde. Übrigens habe ich die Schnittflächen mit Essigessenz ausgespült und anschließend mit Vaseline eingeschmiert. Angeblich sollen die Kürbisse nicht so schnell schimmeln und faulen.
Des Weiteren habe ich bei weiße Blockkerzen die Spitze angebrannt und dann mit einer roten Kerze „Bluttropfen“ aufgetropft. Eine dieser Kerzen wurde ebenfalls in einer großen Laterne vor der Haustür platziert, die anderen in Glasvasen im Flur und Wohnzimmer. Weitere Gläser (z.B. von Gurken oder Würstchen) habe ich mit Mullbinden umwickelt und mit Wackelaugen in Mumien verwandelt oder wurden mit Fingerfarbe und Lack mit Grimassen bemalt. Hinein stellte ich Teelichter.
Und die beiden Löwenmädchen bastelten mit Begeisterung aus lila, grünem, orangem und schwarzem Krepppapier Hexentreppen für die Fenster.

Am 31.10. wurde dann noch die Haustür mit Spinnenweben, Spinnen jeglicher Größe und Farbe sowie Girlanden verziert und am Carport hing das Highlight der beiden Löwenmädchen, ein sprechendes Skelett, dass auf Bewegung reagiert. Im Flur haben wir die Treppe mit „Lumpen“, Fledermäusen und Zauberhüten dekoriert. Darüber hinaus hingen überall im Haus Girlanden und Luftballons mit Halloweenmotiven.

Zudem machte ich mir Gedanken, was ich für die kleinen Hexen, Zauberer und Zombies an Essen vorbereite und welche Spiele gespielt werden können.

Beim Essen habe ich mich für selbstgemachte Donuts entschieden, die ich mit einer orangefarbenen Joghurtglasur versehen habe (ein einfaches und gut erklärtes Rezept habe ich hier gefunden, vielen Dank Fanfarella, http://www.fanfarella.at/rezept-donuts-selber-machen/). Dekostreusel in Form von kleinen Zuckerkürbissen und Vampiren sorgten für den letzten Schliff. Die Donuts waren auch ohne Fritteuse einfach vorzubereiten und auf der Party der Renner. Weiterhin habe ich Limonaden-Cupcakes gemacht, die eigentlich ein lila Topping und Zuckeraugen bekommen sollten, nur leider wurde es nicht das gewünschte Lila sondern eher ein Grau (beim nächsten Mal werde ich eine andere Farbe ausprobieren). Dazu habe ich Obst (Erdbeeren, Melonen- und Mandarinenstücke, Weintrauben und Bananenscheiben) auf Spieße gesteckt, genauso wie Süßigkeiten und zu meiner Verwunderung wurden die Obstspieße denen mit den Süßigkeiten vorgezogen.

Abends gab es Mumien-Würstchen (Würstchen mit Blätterteigstreifen umwickelt), Vampire und Gespenster aus Leberkäse (mit Plätzchenformen ausgestochen) sowie Kartoffelsmilys und Gemüsesticks. Das Abendessen habe ich dann vorbereitet, während die Kids mit dem Löwenpapa auf Sammeltour durch die Siedlung waren.

Da die Party bereits um 15.30 Uhr anfing und bis zum Einbruch der Dunkelheit einige Zeit zu überbrücken war, hatten wir uns einige Spiele überlegt. DSC03373Allerdings haben die vierzehn Kinder so toll miteinander gespielt, so dass wir nur einen Hexenbesen-Tanz (Reise nach Jerusalem, statt mit Stühlen mit einem Besen, der weitergereicht wird) tanzen und Mumien wickeln konnten. Das Mumienwickeln endete in einer wilden, aber auch sehr lustigen Toilettenpapierschlacht, nach der aber auch anstandslos aufgeräumt wurde.

DSC03327Das Spiel „Hexenwarze“ (bei einer aufgemalten Hexe wird mit verbundenen Augen mit Knete eine Warze auf die Nase der Hexe geklebt) konnten wir nicht mehr spielen, da sich die Kids beim ersten Klingeln anderer Kinder zum Abmarsch bereit machten. Die Kinder bekamen von uns die gleiche große Tüte. Diese war bereits mit einem Spinnengeduldsspiel, Halloweentatoo und Halloween-Gummibärchen gefüllt.
Da mir das einfache „Süßes sonst gibt’s Saures“ zu langweilig ist und ich es toll finde, wenn die Kids ein kurzes Gedicht aufsagen, haben wir mit unserer Partyrunde auch ein solches geübt. Die Kinder haben sich für einen kurzen Vierzeiler entschieden, den sich auch die Jüngsten merken konnten und stolz aufsagten (schöne Sprüche für jüngere Kids findet ihr unter http://www.hallo-eltern.de/m_feste_feiern/halloween-sprueche.htm). Die Runde bei uns durch die Siedlung dauerte etwa anderthalb Stunden, in denen ich die Zeit für ein kurzes Aufräumen, Tisch decken und Abendessen vorbereiten nutzte, aber immer wieder von anderen Vampiren, Zombies oder Hexen besucht wurde.

Nach dem oben beschriebenen Abendessen und wurden die meisten Kids mit ihren prallgefüllten Tüten abgeholt. Zwei Mädels jedoch blieben noch über Nacht, da ihr kleiner Bruder in der Halloween-Nacht geboren wurde. Herzliche Willkommen kleiner Mann!

 

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