Strand pur in St. Peter-Ording

Am zweiten Tag unseres Urlaubs sind wir nach St. Peter-Ording gefahren. Wir wollten den Löwenmädchen den unendlich schönen Strand zeigen (der Löwenpapa und ich waren kurz nach unserer Hochzeit dort für ein verlängertes Wochenende).

Allerdings waren wir noch nicht auf das Nordseewetter eingestellt. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein in Büsum gestartet und sind bei ebendiesem Wetter im Ortsteil Ording gelandet. Jedoch war es sehr windig und die beiden Mädels waren nicht warm genug angezogen, so dass das große Löwenjunge sogar blaue Lippen bekam und das kleine gar nicht mehr weiterlaufen wollte. Nach einem kurzen Erlebnisausflug auf eine Pfahlbau-Toilette (Mama, wer leert hier den Müll? Wie kommt das Wasser hier rauf?) sind wir bis zu den Strandkörben gestapft. Dort haben wir uns in den Windschatten in den sonnenwarmen Sand gesetzt und unsere Mittagspause gemacht. Anschließend waren alle soweit aufgetaut, dass wir die ersten Beutel mit Muscheln füllen konnten und sogar mit den Füßen in den Wellen waren.

Nachdem wir zwei Tüten mit Muscheln gefüllt hatten, sind wir wieder in Richtung Strandpromenade gewandert. Vor acht Jahren war diese noch im Umbau und so machten wir noch einen kurzen Abstecher, bevor es wieder in Richtung Parkhaus ging. Und dieser Abstecher sollte sich lohnen, wir entdeckten nämlich den Waldspielplatz mit allerlei Wasserspielen, die unsere beiden Mädchen herausforderten, doch noch in nassen Klamotten zurückfahren zu müssen.

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Es wurde mit dem Wasser gehüpft, auf Steinen gesprungen bis das Wasser spritzte und vor Freude geschrien. Aber auch der Löwenpapa und ich konnten es uns nicht nehmen und mussten einige Wasserspiele ausprobieren.

Nach einem weiteren Abstecher zur Eisdiele ging es wieder zurück nach Büsum.

Was haben wir aus diesem Ausflug gelernt? Wir fahren nur noch im Zwiebellook los, ausziehen geht immer und auch die Regengarderobe erhält einen Stammplatz im Auto (auch wenn wir sie dort nicht brauchten, denn den Regen gab es immer in Büsum :-)).

Eine Seefahrt, die ist…

… lustig, eine Seefahrt die ist schön…

Tja, die Überfahrt von Büsum nach Helgoland war weder schön noch lustig. Leider! Ich war die Einzige von der Löwenbande, die die Überfahrt ohne  Seekrankheit überstanden hat.

Dabei bekamen wir bei der Abfahrt erzählt, dass heute mit friedlicher See zu rechnen sei. Wir wollen lieber nicht wissen, wie es ist, wenn Seegang herrscht?

Solange wir noch in Küstennähe waren, war die Welt auch noch in Ordnung. Die Kinder erkundeten das Schiff (Lady von Büsum) und stellten fest, dass es im Rumpf sogar ein Kinderkino gibt. Als wir dann jedoch die offene See erreichten, wurden beide Löwenmädchen im Kinderkino von der ersten Übelkeit heimgesucht, weshalb wir dann mit Sack und Pack in den Außenbereich des Schiffs umzogen. Hier ging es dem Löwenpapa und den beiden Löwenkindern zwar wieder besser, aber wir haben die Kinder die restliche Überfahrt krampfhaft festgehalten, denn mir waren die Wellen, die zum Teil aufs Schiff schwappten doch sehr unheimlich.

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Tenderboote

Nachdem wir bei strahlendblauem Himmel in den Hafen von Helgoland einfuhren, wurden wir mit Tenderbooten an Land gebracht.

Den beiden Löwenmädchen machte es auch gleich wieder Spaß und sie konnten auch schon wieder mit dem Schiffspersonal flaxen. Kaum hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen, verlangten die beiden Löwenmädchen ein Eis und wir erfüllten ihnen diesen Wunsch gerne.

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Nach einem mehrstündigem, leider zu kurzem Aufenthalt auf Helgoland (hierzu an anderer Stelle mehr) machten wir uns dann wieder mit der „Lady von Büsum“ auf die Rückfahrt nach Büsum.

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Die Lady von Büsum im Hafen von Helgoland

Vorsichtshalber haben sich der Löwenpapa und die Löwenkinder direkt am Kai beim Roten Kreuz Saft und Tabletten gegen Übelkeit geben lassen (gegen Aufpreis), aber vermutlich wäre die Rückfahrt auch so ohne weitere Zwischenfälle verlaufen. Das kleine Löwenmädchen hat friedlich im Arm vom Löwenpapa geschlummert und das große Löwenmädchen und ich freuten uns über die Robben auf den Sandbänken.

 

Urlaub in Büsum

Oh je, was hatte ich mir dabei gedacht – Urlaub in Büsum buchen. Da waren meine Großeltern auch sehr oft und vermutlich wimmelt es dort nur so von alten Menschen.
Tja, wir sollten eines Besseren belehrt werden, schließlich waren wir noch nicht dort, aber je mehr Leuten ich erzählte, dass wir nach Büsum in den Urlaub fahren, um so mehr haben mir erzählt wie toll es dort für Familien und kleinere Kinder ist.

Und wir können uns nur anschließen – die Löwenmädchen fragen jetzt schon, wann wir wieder nach Büsum fahren.

Da wir zum letzten Mal nicht auf die Sommerferien angewiesen waren, konnten wir uns im Juni in der Ferienanlage vom Erholungswerk Post Postbank Telekom e.V. einmieten. Wir hatten eine Vier-Raum-Wohnung mit ca. 70 qm und Balkon, die top modern und recht neu renoviert war. Wir haben uns sofort wohl gefühlt, allerdings bezogen die Löwenmädchen gemeinsam ein Zimmer, weshalb ein Schlafzimmer nicht genutzt wurde.

Von unserem Balkon haben wir auf die große Spielwiese und den Spielplatz mit Matschanlage geschaut, was sehr praktisch war, denn so konnten die beiden Löwenmädchen auch mal alleine raus gehen.

Zu der Wohnung gehört auch ein Parkplatz, was insbesondere an den Wochenenden in Büsum von Vorteil war. Zudem gibt es auch eine  Fahrradschuppen, in dem wir auch unsere Leihräder stellen konnten.
Weiterhin gibt es einen Billard- und Tischtennisraum, ein Spielzimmer, aber auch Waschmaschinen und Trockner.

Die Ferienanlage befindet sich in einem Mischgebiet aus Ferienwohnungen und Wohnhäusern in fußläufiger Entfernung zur Familienlagune Perlebucht (wir sind ca. 10 Minuten gelaufen). DSC02427Für laufunwillige Kinder oder auch das etwas umfangreichere Strandgepäck kann man sich in der Ferienanlage Bollerwagen ausleihen. Ansonsten fährt in der Seitenstraße der Büsumer Krabben-Express ab, der einen in den Ortskern oder auch zum Strand bringt.

Mit dem Wetter haben wir echt Glück gehabt und konnten viel draußen erkunden, denn Regen hatten wir in den 14 Tagen nur zweimal. Aber dann richtig als Platzregen, so dass wir waren bis auf die Socken.

Bereits am dritten Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und es war kein Problem ein 16“-Rad für das kleine Löwenmädchen zu bekommen. Denn das praktische an Büsum ist, von Laufrädern bis Rollatoren und elektrischen Rollstühlen kann man dort alles ausleihen. Zudem ist auch alles barrierefrei erreichbar. Der Deich ist über Rampen zwar nicht mit dem Fahrrad, aber mit dem Bollerwagen befahrbar und in regelmäßigen Abständen gibt es kostenfreie Toiletten, was bei einer Vierjährigen von Vorteil ist :-).

Mit unseren Fahrrädern sind wir alle tapfer gegen den Wind angestrampelt, haben Wiesen- und Deichwege erkundet, auf Bänken pausiert, auf vielen Spielplätzen getobt und hin und wieder unsere Füße in die Nordsee gehalten. Allerdings wollten sich die Schafe sehr zum Leidwesen des kleinen Löwenmädchens nicht streicheln lassen.

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Eines unserer beliebtesten Ausflugsziele war das Piratenmeer – ein Spaßbad mit Wellenbad, Rutsche und Außenbecken direkt am Strand von Büsum. Und das beste ist, die Eintrittskarte ist bereits im Übernachtungspreis der Ferienwohnung inkludiert. Somit waren wir fast jeden Tag dort und haben gerutscht und geplanscht. Besonders angenehm waren die Becken, in denen Salzwasser war, denn die waren auch immer die wärmsten. Allerdings brauchten die Löwenmädchen dort immer ihre Taucherbrillen.

Ein weiterer Ausflug führte uns am Fischereihafen und Blanken Hans vorbei (die Sturmflutwelt haben wir uns nicht angeguckt, da unser kleines Löwenkind dafür noch zu jung ist) zur Schäferei Rolfs in Deichhausen. Dort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und die Kinder konnten in der Spielscheune klettern, toben und den kleinen Hasen zusehen.DSC02374

Was uns zudem noch begeistert hat, waren die vielen Spielplätze entlang des Deichs, auf denen die Löwenmädchen unterschiedlichste Spielgeräte ausprobieren konnten. Große Begeisterung fand die Doppelrutsche auf dem Rückweg von der Schäferei, wobei es die beiden nicht geschafft haben gleichzeitig unten anzukommen.

Abgesehen von diesen Ausflügen waren wir an zwei sehr heißen Tage ganztägig am Stand und haben das niedrige Wasser, die Spielmöglichkeiten der Familienlagune sowie die Sonne im Strandkorb genossen.
Dazu muss man sagen, dass Büsum keinen Strand hat, die Strandkörbe stehen in der Regel auf dem Deich und um es für Familien attraktiver zu gestalten, wurde die Familienlagune mit Sandstrand und einem Bereich geschaffen, der unabhängig von Ebbe und Flut ist. Hier gibt es einen Flachwasserzugang und Spielplätze, aber auch einen Kiosk, eine Erste-Hilfe-Station (DLRG) eine Wassersportschule, Toiletten, einen Standkorbverleih und Grillplätze.

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Familienlagune Perlebucht

Die Kinder haben auf jeden Fall fleißig gematscht, Popoklatscher ins flache Wasser gemacht und das große Löwenkind hat mit dem Löwenpapa einige kurze Schwimmversuche unternommen (bis zur Badeinsel hat sie sich dann doch nicht getraut). Zudem waren an den beiden Tagen zahlreiche Familien in der Lagune, so dass es den Löwenmädchen nicht schwer viel, Spielkamaraden zu finden.

Im Watt waren wir natürlich auch, allerdings sind wir in Sichtweite zum Deich geblieben und haben mit den Löwenkindern Muscheln gesammelt, Wattwurmhaufen beobachtet und sind an Quallen vorbei gehopst. Das hat den Löwenmädchen ausgereicht, vielleicht würden wir beim nächsten Mal auch ein offizielle Wattwanderung mitmachen, damit die Kinder und wir noch mehr entdecken können.

Die verbleibenden Tage haben wir Ausflüge mit dem Auto nach St. Peter-Ording, Friedrichskoog, Friedrichstadt, Tönning und Helgoland gemacht.

Ausführliche Informationen zu einem Urlaub in Büsum, ob mit oder ohne Kindern, erhält man auf der Seite www.buesum.de, wo man sich auch die Büsum-App für unterwegs herunterladen kann. Die App finden wir sehr gelungen und hilfreich.