Indianer-Kindergeburtstag

Der sechste Geburtstag des großen Löwenmädchen rückte immer näher. Da beide Löwenmädchen momentan im absoluten Yakari-Fieber sind, stand bereits im November für die Große fest „Mama, ich möchte einen Indianergeburtstag feiern“. Außerdem wurde die Liste der Einzuladenden angelegt – leider ließ sich das Löwenmädchen nicht von der Anzahl abbringen und ich schrieb 13 Einladungen (das bedeutet, mit meinen beiden, haben wir 15 Kinder im Haus).

Die Einladungskarten bilden ein kleines Indianerdorf

Zudem habe ich bereits im Dezember eine Verkleidungskiste (www.firlefantastisch.de) bestellt, damit diese auch im Januar verfügbar ist.

Außerdem haben der Löwenpapa und ich die Vorweihnachtprozente genutzt und haben unsere Playmobil Indianer aufgerüstet und entsprechende Dekoration gekauft. Das neue Spielzeug ist bis zur Feier unter Verschluss geblieben und das bereits Vorhandene wurde beim Aufräumen eingesammelt. Ausnahmsweise durfte das Playmobil im Wohnzimmer Einzug halten.

Yakari und seine Freunde reiten durchs Wohnzimmer

Weiteres Dekorationsmaterial haben wir mit der Verleihkiste erhalten.

Wir haben uns überlegt, dass wir mit den Kindern den Kopfschmuck basteln wollen. Jedes Kind erhält einen Streifen bunte Wellpappe, Moosgummi-Klebeteile und eine große Feder. Weitere Federn können bei den verschiedenen Spielen, statt Süßigkeiten, errungen werden, um damit den Kopfschmuck zu erweitern.

Pro Kind habe ich einen 4-5 cm breiten bunten Wellpappenstreifen vorbereitet und jedes Kind erhielt eine Tüte mit der gleichen Anzahl an Moosgummiteilen und einer großen Feder. Da wir mit der Bastelaktion direkt bei der Ankunft der Indianerkinder begonnen haben, hat auch jedes Kind etwas abbekommen und es gab keine Streitereien bei den Federfarben.

Der Kopfschmuck

Ein Teil der Indianerkinder kam bereits verkleidet (hatten wir direkt in die Einladung geschrieben), der Rest erhielt Indianeroberteile aus der bestellten Verkleidungskiste.

Anschließend machte ich mir Gedanken, was und wie die Mitgebsel aussehen, vor allem da die meisten im Sommer in die Schule kommen. Die Wahl fiel auf eine naturfarbene Tüte, die mit einem Freundschaftsarmband, Indianer-Lesezeichen, Indianer-Radiergummi sowie einigen Süßigkeiten befüllt wurde. Abschließend wurde die Tüte verschlossen und mit einem kleinen Traumfänger dekoriert.

Inhalt der Indianer-Mitgebseltüte
15 fertiggestellte Mitgebseltüten

Nun fehlte nur noch das Essen für die Indianerkinder. Wir haben uns überlegt, dass es bei der großen Truppe praktisch ist, wenn alle zusammen auf dem Fußboden auf Decken sitzen und dort gemeinsam essen. Aus diesem Grund habe ich mich hauptsächlich für Fingerfood entschieden. Allerdings wollte meine Tochter nicht auf den Geburtstagskuchen verzichten. Hierfür habe ich mich für einen Brownie entschieden, den ich entsprechend mit Eiswaffel-Tippi, Gummibärchenindianern um ein Mikado-Lagerfeuer, Büschen aus grünen Gummischnüren und einem Marzipanfluss dekoriert habe. Zusätzlich habe ich noch Pferdekerzen darauf gestellt.

Vor allem der blaue Marzipan-Fluss sollte sich als Highlight erweisen.

Der Geburtstagskuchen mit Indianerdorf

Aus Blätterteig, gerapeltem Käse und einer Ausstechform in Fußform habe ich Käsefüße vorbereitet.

Käsefüße aus Blätterteig

Ein weiteres Highlight waren die kleinen Indianer aus Schokoküssen. Mit Schokoladenschrift in weiß und dunkelbraun habe ich Augen aufgemalt und anschließend Federschmuck vorbereitet, den ich den Schokokuss-Indianern zur Feier des Tages aufsetzte.

Schokokuss-Indianer

Außerdem gab es auch noch Obst und Gemüse in mundgerechten Stücken.

Vom Festschmaus ist nichts übrig geblieben und alle Kinder waren begeistert, dass sie auf dem Fußboden sitzen und mit Fingern essen durften.

Nach dem Essen sind wir auf Grund des guten Wetters in den Garten und haben Bogenschießen gemacht, Indianer-und-Büffel (die Indianer versuchen die Büffel, die mit einem farbigen Band an der Hose oder der Jacke markiert sind, zu fangen) und Eierlaufen gespielt. Zwischendrin haben wir immer kleine Quizfragen rund um die Indianer eingestreut, die begeistert beantwortet wurden.

Zum Abendessen gab es Pferdenudeln mit Tomatensoße, dass die Indianer wieder auf den Decken auf dem Fußboden eingenommen wurde.

Alle Indianerkinder waren glücklich und mein großes Löwenmädchen war sehr zufrieden mit ihrer Geburtstagsfeier!

Löwenpapa und ich waren abends ziemlich k.o., allerdings hatten wir noch keinen Feierabend, denn drei Indianermädchen sind über Nacht geblieben und der Abend wurde mit einem Film, Popcorn und Chips beendet.

Übrigens war die Verleihkiste echt klasse, da sie neben den Verkleidungen auch noch Dekoration enthielt (Totempfahl, Vorhang zum Markieren des Tippieingangs, Kopfschmuck für Häuptlinge, Schalen aus Holz etc.). Wenn ich nicht schon im Vorfeld so viele Ideen gehabt hätte, hätte ich in der Verleihkiste noch Essens- und Spielevorschläge vorgefunden, bzw. habe ich mit der Reservierung per Email erhalten.

Ein weiteres empfehlenswertes Hilfsmittel war die Projektmappe Indianer für Kitas von B. Lokan aus dem Buch Verlag Kempen.

Tierpark Schwarze Berge

Eigentlich wollten wir drei Löwendamen mit meiner Freundin, die auch Patentante vom kleinen Löwenmädchen ist, einen netten Mädelstag im Tierpark Schwarze Berge im Süden von Hamburg machen, aber dann musste das große Löwenmädchen zu Hause bleiben, da sie eine Einladung zum Kindergeburtstag hatte.

Das kleine Löwenmädchen und ich sind also in kleine Besetzung pünktlich in Rosengarten im Süden von Hamburg gelandet, so dass wir mit der Patentante und einem geliehenen Bollerwagen gestartet sind. Einen Bollerwagen kann ich nur empfehlen, da wir mit unserem Buggy sicherlich so einige Probleme auf den zum Teil unbefestigten Wegen gehabt hätten.

Kaum waren wir losgelaufen, da wurden wir auch schon von einem schweinischen Empfangskommando begrüßt. Die süßen, borstigen Hängebauchschweine wollten eine Streicheleinheit sowie die ersten Leckerlies, mit denen wir uns dann erstmal am Automaten eindecken mussten. Das kleine Löwenmädchen war in dieser Zeit noch ein wenig zurückhaltend und wollte nicht aus dem Bollerwagen aussteigen, geschweige die Schweine streicheln.

Hängebauchschweine als Begrüßungskomitee

Wir hatten echt Glück, denn trotz der frostigen Temperaturen waren zahlreiche Kindergeburtstagstouren im Park unterwegs. So, haben wir uns zu eine Geburtstagsgruppe gesellt, die gerade am Luchsgehege eine Tiereinführung mit Fütterung erhielt.

Ein Luchs erwartet die Fütterung

Das war dann auch für das Löwenjunge interessant und sie verließ zum ersten Mal den Bollerwagen und traute sich sogar dazwischen zu fragen.

Anschließend war sie sogar bereit mit der Patentante Enten zu füttern. Weiter ging es, vorbei an den Fledermäusen, Wölfen, Hirschen und Wildziegen.

Im Freigelände

Die Ziegen freuten sich auch wieder über eine Fütterung. Allerdings sahen das Löwenmädchen und die Patentante anschließend aus wie kleine Schweine.

Ein Steinbock

Nach der Schlammschlacht haben wir an der Köhlerhütte unser mitgebrachtes Picknick gegessen und haben uns in der Hütte am Feuer wieder aufgewärmt.

Schottische Hochlandrinder

Nach rund viereinhalb Stunden an der kalten, frischen Luft und viele Tiere später, haben wir den Ausflug beendet, allerdings haben wir im Souvenirladen noch ein Spielzeughängebauchschwein für das große Löwenmädchen mitgenommen. Und kaum im Auto, ist das kleine Löwenmädchen eingeschlafen und ich hatte eine sehr entspannte Rückreise.

Ein Dachs

Der Wildpark Schwarze Berge ist ein schönes Ausflugsziel, das selbst im Winter einen Besuch lohnt. Wir werden sicherlich mit dem Löwenpapa und dem großen Löwenmädchen wiederkommen. Vielleicht im Sommer, wenn wir uns auf den Weg nach Büsum in den Sommerurlaub machen.

Weitere Informationen und auch die kostenlose Park-App findet ihr unter www.wildpark-schwarze-berge.de.

Badeland Wolfsburg

Da unsere KiTa kurz vor Weihnachten einen Tag geschlossen war, bin ich alleine mit den beiden Löwenmädchen einen Tag ins Wolfsburger Badeland gefahren. Nachdem ich im Vorfeld die Regeln (die Kids hören 100 prozentig, es wechseln nur alle gemeinsam das Becken und wenn einer auf Toilette muss, gehen alle aus dem Wasser, ansonsten geht es sofort wieder nach Hause) festgelegt hatte, ging es voller Freude los.

Da beide Kinder mittlerweile beide über einen Meter groß sind, war der Eintritt auch für beide fällig. Nach dem „Einchecken“ musste ich leider festellen, dass die Familienumkleiden im Vergleich zu den braunschweiger Wasserwelten eher eng waren, selbst wenn man alleine mit zwei Kindern dort ist. Für den Löwenpapa wäre kein Platz mehr gewesen. Nachdem wir, trotz der Enge, alle im Badedress und geduscht waren, wurde das Schwimmbad geentert.

Der Kleinkindbereich ist sehr schön und großzügig und an dem Tag waren maximal vier Erwachsene mit ein bis zwei Kindern im Wasser (das kann am Wochenende schon mal anders aussehen). Es gibt drei verschiedene Wassertiefen und das Wasser ist schön warm, so dass alle Kinder ihren Spaß haben können. Eine Wasserspritze, ein Wasserpilz und eine schnelle Rutsche laden die Kinder ein, sich im Wasser zu bewegen und zu spielen. Die Rutsche ist vom Becken aus gut einsehbar und selbst Erwachsene können mit den Kindern die kurze Strecke gemeinsam rutschen. Der tiefste Bereich im Kinderbecken, in dem die Rutsche ausläuft, ist zudem so tief, dass die Eltern etwa schultertief im Wasser sitzen können. Wir haben zu Hause zudem noch reichlich Wasserspielzeug und Taucherbrillen eingepackt, was aber, bis auf die Taucherbrillen, hauptsächlich von fremden Kindern bespielt wurde.

Das Wellenbecken wurde von meinen beiden Löwenmädchen nur beobachtet und sie waren sich einig, dass sie dort nicht hinein wollen. Dafür sind wir dann in den Strömungskanal, auch wenn der Gang durch die Schleuse in den Außenbereich ein wenig Überwindung gekostet hat. Das große Löwenmädchen als stolze Seepferdchen-Inhaberin fand das total cool und ist sogleich los geschwommen bzw. hat sich mittreiben lassen. Dem kleine Löwenmädchen war es zunächst nicht geheuer und ich durfte sie nicht loslassen. Nachdem sie dann ihre Schwester ein wenig beobachtet hatte, wollte sie auch alleine los. Mit Schwimmflügeln und wie ein Hund paddelnd ließ sie sich nun hinterher treiben. Für mich war das allerdings nicht so entspannt wie zunächst gedacht, da die Große schon recht schnell war und die Kleine eher gemächlich unterwegs war, musste ich die eine mal festhalten oder die andere anschieben.

Eine Stärkung im Selbstbedienungsrestaurant mit zwei Kinderportionen Nudeln mit Soße und einer (nicht scharfen) Currywurst mit Pommes rundete den Besuch im Badeland ab. Wobei die Soße auf den Nudeln, der auf der Currywurst entsprach und trotz mangelnder Schärfe, nach Curry schmeckte und deshalb bei den Kids nicht so gut ankam. Das nächste Mal werde ich nach einer anderen Soße fragen oder es gibt Nudeln pur.

Der Ausflug war ansonsten sehr gelungen, die Löwenkinder waren zufrieden und die Fahrt nach Hause verlief für mich sehr ruhig, da beide Löwenmädchen ein Schläfchen einlegten.

Für weitere Informationen schaut doch mal auf der Internetseite vom Badeland in Wolfsburg vorbei: www.badeland-wolfsburg.de.